Der Kalender 2016

Januar: Home Staging

Home Staging

Erbaut wurde das prächtige Red Carpet Hotel im Jahr 1902 und eroberte innerhalb von wenigen Monaten einen hohen Rang in der Grandhotellerie.

Doch all die luxuriösen Zimmer, all die geräumigen Privatbäder und gemütlichen Liegebalkons – heute stehen sie leer. vielen Jahren ist in dem ehemaligen Grandhotel Ruhe eingekehrt. Keine Übernachtungsgäste kommen vorbei. Die meisten Zimmer sind noch eingerichtet und erzählen von den prächtigen Geschichten von damals im Red Carpet Hotel.

 

Red Carpet Hotel

Hintergrundinformationen und weitere Bilder aus dem verlassenen Hotel:

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Februar: Das Stadtbad

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Das Stadtbad lockte auch mit einer Vielzahl von medizinisch-therapeutischen Angeboten, wie Wannen- und Schwitzbädern (1. und 2. Klasse), orthopädischem Turnen, galvanischen und Vierzellenbädern oder Inhalation.

Zwei Weltkriege erlebte das Bad im Herzen der Großstadt mit. Die Zeit ist nicht Spurlos an dem Bad vorbeigezogen. In den 1980er Jahren fanden aufwändige Sanierungsmaßnahmen statt. Doch war die Bausubstanz zu marode. So musste das Stadtbad 2004 seine Tore schließen.

10 Jahre später waren wir nun vor Ort und hielten den Dornröschenschlaf in unseren Fotografien fest.

 

Das Stadtbad

Hintergrundinformationen und weitere Bilder aus dem aufgegebenen Schwimmbad:

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März: Trigonometrie

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Im Jahr 1924 wurden die Ländereien, die bis dahin landwirtschaftlich genutzt wurden, für den Bau einer Universität mit Schwerpunkt auf Bergbau und Metallurgie erworben. Die eigentlichen Bauarbeiten an den Fakultätsgebäuden im kubistischen Stil mit Bauhaus-Einflüssen begann schließlich in den 1930er Jahren.

In den 1950er Jahren wurde der Entschluss gefasst, einen neuen Campus nach amerikanischem Vorbild zu errichten. Bereits in den 1960er Jahren begann die Planung und wenig später die Grundsteinlegung.

Nach Fertigstellung der neuen Fakultätsgebäude wurde der Universitätsbetrieb nach und nach auf den moderneren Campus verlegt, bis im Jahr 2006 schließlich die letzten Studenten die alten Räumlichkeiten verließen.

 

Die Universität

Hintergrundinformationen und weitere Bilder aus der leerstehenden Universität:

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April: Grasgrün

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Auf einem Feld in der nähe zur Luxemburgischen Grenze verrotten hunderte Autos, Lastkraftwagen und Nutzfahrzeuge.

Normalerweise kennt man diesen Anblick von Schrottplätzen und Fahrzeugverwertern. Als Schrottplatz würden wir die Traction Sud aber nicht bezeichnen, sondern eher als letzte Ruhestätte für diese ausgemusterten Rostlauben – ein Autofriedhof – vorwiegend für Militärfahrzeuge und LKWs.

Überall auf dem weitläufigen Gelände sind diese Fahrzeuge zu entdecken, vereinzelt im dichten Gras oder in Hecken, in Garagen und Hallen schlummern kleine Liebhaberstücke und ausgeschlachtete Rostlauben.

 

Traction Sud

Hintergrundinformationen und weitere Bilder von dem überwucherten Autofriedhof:

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Mai: The Sinking Ship

The Sinking Ship

Dieses beeindruckende Schulgebäude wurde um 1840 in Anlehnung an die italienische Renaissance-Architektur erbaut. Während die Räumlichkeiten für Lehrkörper und Seminare im Erdgeschoss untergebracht waren, befanden sich die Lehrräume und Klassenzimmer des renommierten Gymnasiums im Obergeschoss. Im Dachgeschoss befanden sich, wie damals üblich, die Wohnräume für die Seminaristen. Drei Eingänge führten zu den separaten Bereichen, die im Inneren des Gebäudes durch ein beeindruckendes Treppenhaus mit Lichtkuppel verbunden wurden.

Nach dem Auszug des Gymnasiums, wurde das Schulgebäude ab 1931 durch eine Berufsschule für Mädchen genutzt. Nach dem 2. Weltkrieg bis zur Wende in der DDR fungierte das Gebäude als „Gewerbliche Berufsschule“. Heute steht das Gebäude leer und wartet auf seine neue Bestimmung.

 

Joseph-Palazzi

Hintergrundinformationen und weitere Bilder aus dem ehemaligen Gymnasium:

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Juni: Fata Morgana

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Die prächtige Innenausstattung der ehemaligen syrischen Botschaft wurde in Gänze aus dem Heimatland importiert. Bei diesem Anblick wundern wir uns nicht, dass bei der handwerklichen Ausarbeitung 40 syrische Künstler mitwirkten, die extra zu diesem Zweck aus ihrer Heimat eingeflogen wurden. Die Kosten des Botschaftsgebäudes, welches erst 1990, also bereits nach der deutschen Wiedervereinigung bezogen wurde, summierte sich auf 14 Millionen D-Mark.

Nur 9 Jahre blieb der Botschafter in diesen pompösen Räumlichkeiten, denn 1999 zog die syrische Botschaft in die neue Hauptstadt nach Berlin. Die ehemalige Residenz ist weiterhin in syrischem Staatsbesitz. Seit 2005 gibt es Pläne, hier ein Generalkonsulat sowie ein Kultur- und Tourismuszentrum zu errichten. Bis heute ist die Umsetzung dieser Pläne aber ungewiss.

Die Syrische Botschaft

Hintergrundinformationen und weitere Bilder aus der ehemaligen Residenz:

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Juli: Schmetterlingsbahn

schmetterlingsbahn

Schmetterlingsbahn

Das Portfolio zu diesem Ort ist leider noch nicht online. Hintergrundinformationen und weitere Bilder folgen bald!

 


 

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August: Wall of Fame

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Errichtet wurde die Villa mit ihren 30 Zimmern und einer Gesamtwohnfläche von 5000 Quadratmetern um 1500 von einer von einer Adelsfamilie. In dem 8000 Quadratmeter umfassenden Schlosspark und den angrenzenden Waldgebieten wurde zu dieser Zeit so manche Jagd veranstaltet. Leider ist aus dieser Zeit nicht mehr viel dokumentiert. Fest steht, dass knapp drei Jahrhunderte später eine andere Adelsfamilie das Zepter übernahm und umfassende Umbaumaßnahmen durchführte.

Bei einem verheerenden Erdbeben wenige Jahre zuvor brach ein großer Teil der riesigen Kuppeldecke weg, die sich über der weitläufigen Halle der Earthquake Manor erstreckt.

 

Earthquake Manor

Hintergrundinformationen und weitere Bilder aus der einst hochherrschaftlichen Villa:

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September: Golden Age

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Zu Beginn des ersten Weltkriegs mauserte sich der ehemalige Schießplatz unter dem Namen “Haus der Offiziere” zum Sitz des Hauptquartiers der Reichswehr. Zur Ertüchtigung der Soldaten wurde eine kaiserliche Turnanstalt errichtet, die noch bis 1945 als Heeressportschule genutzt wurde. Lazarette, Kasernen und Munitionslager erweiterten den Übungsplatz stetig zu einem der wichtigsten Militärstandorte des Landes.

Ab 1935 entwickelten sich die militärischen Komplexe schließlich zum Hauptquartier des Heeres und des Oberkommandos der Wehrmacht. Nach Kriegsende übernahm schließlich die rote Armee das Regiment im Haus der Offiziere. Doch mit dem Abzug der russischen Streitkräfte nach der Wiedervereinigung von West- und Ost-Deutschland folgte der Stillstand.

 

Haus der Offiziere

Hintergrundinformationen und weitere Bilder aus dem verlassenen Militärstützpunkt:

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Oktober: Turnprogramm

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Bereits im ersten Weltkrieg diente dieses Areal als Hafen für Luftschiffe und zur Produktion von Wasserstoff für Zeppeline genutzt. Die Ära der Luftschiffe war nach Kriegsende Geschichte. Nach 1918 wurden die Kasernen und Anlegen aufgegeben und gerieten über ein Jahrzehnt in Vergessenheit. Erst im Rahmen eines reichsweiten Aufrüstungsprogramms wurde die Anlage zu einem Fliegerhorst, einer Schule für junge Piloten, umgebaut.

Nach Ende des zweiten Weltkrieges übernahm die Rote Armee das Regiment. Auch die sowjetischen Besatzer nutzten das größtenteile erhaltene Gelände bis zum Abzug 1994 als Basis für ihre Luftstreitkräfte.

 

Fliegerschule

Hintergrundinformationen und weitere Bilder aus der ehemaligen Fliegerschule:

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November: Genosse Blau

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Gegründet wurd die Heilstätte am Grabowsee sie 1896 durch den Volksheilstättenverein vom Roten Kreuz. Zu Beginn war die  Einrichtung am Grabowsee nur als Versuchseinrichtung gedacht. Erforscht werden sollte, ob Lungen-Tuberkulose auch in der norddeutschen Tiefebene erfolgreich behandelt werden konnte.

Im zweiten Weltkrieg diente die Heilstätte am Grabowsee der medizinischen Behandlung von Deutschen Soldaten, nach Kriegsende schließlich der roten Armee als Militärlazarett. Mit dem Abzug der Russen und der Wiedervereinigung Deutschlands vereinsamte die ehemalige Lungenheilanstalt letztendlich.

 

Heilstätte Grabowsee

Hintergrundinformationen und weitere Bilder aus der verfallenen Heilstätte:

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Dezember: Last Prayer

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In einer Kirche in einem kleinen tschechischen Dorf sitzen mehr als 30 Geister auf den verstaubten Bänken des alten Kirchenschiffs. Jeder ist einzigartig. Manche beten, andere tuscheln in Pärchen unter einem gemeinsamen Tuch.

Im Rahmen eines Kunstprojekts setzten Studenten die aufwändigen Figuren auf die morschen Holzbänke. Versunken in Stille warten sie ehrfurchtsvoll auf die Erlösung oder Wiedergeburt des Bethauses.

 

Ghost Church

Hintergrundinformationen und weitere Bilder aus der verlassenen Kirche:

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