DEUTSCHLAND 2013

Das 19. Jahrhundert war geprägt von der Volkskrankheit Tuberkulose. In ganz Europa entstanden Heilstätten, die sich der Bekämpfung der Schwindsucht verschrieben. So auch ab 1898 in Beelitz, nahe der Hauptstadt Berlin. Getrennt nach Geschlechtern wurden auf einer Gesamtfläche von ca 200 ha Sanatorien errichtet. Die Einrichtung zählte weltweit zu den modernsten Anlagen und umfasste ein eigenes Kraftwerk, ein damals neuartiges Belüftungssystem und Beheizung über umgeleiteten Dampf.
Während das Männersanatorium prunkvoll und architektonisch ausladend konzipiert war, wurde der Komplex des Frauensanatoriums mit kleinerem Budget errichtet. Schließlich waren zu der Zeit lediglich Männer krankenversichert.

Im ersten und zweiten Weltkrieg dienten die Krankenhauskomplexe als Lazarett und Sanatorium für erkrankte und verwundete Frontsoldaten. Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs wurde das Gelände von der roten Armee besetzt, seit 2001 wurde die denkmalgeschützte Anlage schließlich nicht mehr genutzt.

 

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