DEUTSCHLAND 2013

Die Kunst des Fliegens

Bereits im ersten Weltkrieg diente dieses Areal als Hafen für Luftschiffe und zur Produktion von Wasserstoff für Zeppeline genutzt. Es muss ein unglaublicher Anblick gewesen sein: Majestätische Luftschiffe, die am Himmel hingen und hier mit Helium versorgt wurden. Allerdings wird es auch gefährlich gewesen sein. Der hochexplosive Wasserstoff ließ die großen Zeppeline zwar wie schwerelos in den Wolken schweben, doch wurde auch schnell zur Gefahr. Ein Funke am falschen Ort konnte zu einem Desaster führen.

Abstürzen und durchstarten

Die Ära der Luftschiffe war nach Kriegsende Geschichte. Nach 1918 wurden die Kasernen und Anlegen aufgegeben und gerieten über ein Jahrzehnt in Vergessenheit. Erst im Rahmen eines reichsweiten Aufrüstungsprogramms wurde die Anlage zu einem Fliegerhorst, einer Schule für junge Piloten, umgebaut. Die deutsche Luftwaffe bildete in dieser neu errichteten Fliegerschule Rekruten für die militärische Streitmacht aus. Rund um die neu errichteten Gebäudekomplexe befanden sich bald zahlreiche Flugfelder.

Russischer Flugstützpunkt

Nach Ende des zweiten Weltkrieges übernahm die Rote Armee das Regiment. Auch die sowjetischen Besatzer nutzten das größtenteile erhaltene Gelände bis zum Abzug 1994 als Basis für ihre Luftstreitkräfte. Auch heute sind an den Gebäuden zahlreiche kommunistische Malereinen und stilisierte rote Sterne zu entdecken.

Doch nach der Nutzung durch die Sowjetischen Streitkräfte wurde die ehemalige Fliegerschule verlassen und steht seitdem leer. Das Gelände gleicht einer Geisterstadt, die besonders im Winter mit dem Kontrastreichen Gelb vor dem Schneeweiß fast surreal wirkt.

 

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