DEUTSCHLAND 2014

Lehrbetrieb in italienischem Flair

Dieses beeindruckende Schulgebäude wurde um 1840 in Anlehnung an die italienische Renaissance-Architektur erbaut. Während die Räumlichkeiten für Lehrkörper und Seminare im Erdgeschoss untergebracht waren, befanden sich die Lehrräume und Klassenzimmer des renommierten Gymnasiums im Obergeschoss. Im Dachgeschoss befanden sich, wie damals üblich, die Wohnräume für die Seminaristen. Drei Eingänge führten zu den separaten Bereichen, die im Inneren des Gebäudes durch ein beeindruckendes Treppenhaus mit Lichtkuppel verbunden wurden.

Palazzi trifft Verfall

Auch heute weist die Eingangshalle noch eine differenzierte Putzgestaltung auf. Erklimmt man die große Treppen hinauf in das ehemalige Gymnasium so erreicht man die eindrucksvolle Aula, die sich über zwei Etagen erstreckt. Der durch eine italienisch anmutende Säulenkostruktion gestützte Saal wurde Ende des 19. Jahrhunderts als Sitzungssaal durch das Parlament des Herzogtums genutzt. Gestaltungselemente in der Aula sind verzierte Säulen, Deckenleuchter und ein massiver Holzdielenboden. Tritt man zurück in den Flur steht man direkt unter einem riesigen Oberlicht, das das Treppenhaus in ein goldenes Licht taucht.

Back to School

Auf den zwei mittleren Etagen erstrecken sich unzählige Räume, die früher wohl als Schulzimmer im Einsatz waren. Nach dem Auszug des Gymnasiums, wurde das Schulgebäude ab 1931 durch eine Berufsschule für Mädchen genutzt. Nach dem 2. Weltkrieg bis zur Wende in der DDR fungierte das Gebäude als „Gewerbliche Berufsschule“. Heute steht das Gebäude leer und wartet auf seine neue Bestimmung.

 

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